Etoscha - Platz des trockenen Wassers

Namibia bietet interessierten Besuchern sicher eine Menge Sehenswürdigkeiten, hat reizvolle landschaftliche Attraktionen und bietet auch in historischer Hinsicht einiges. Der Höhepunkt einer jeden Namibia-Reise stellt jedoch zweifelsohne eine Safari im Etoscha-Nationalpark im Norden des Landes dar. Der bereits 1907 in der deutschen Kolonialzeit gegründete Nationalpark ist eines der größten und ältesten Schutzgebiete Afrikas. Im Jahre 2007 zum einhundert-jährigen Bestehen des Etoscha wurden die staatlichen Camps im Nationalpark einer umfassenden Renovierung unterzogen.

Namutoni

Der Etoscha-Nationalpark (oder auch Etosha Nationalpark) bietet jeweils eine Möglichkeit der Einfahrt im Osten und Westen des Parkgebietes. Es bietet sich also an, den Park in einer Richtung zu durchqueren. Wir begannen unsere Safari Tour durch Etoscha nach etwa 500 km Anreise von Namibias Hauptstadt Windhoek im Osten und kamen Abends im ersten Restcamp Namutoni an. Namutoni ist ein altes Fort der ehemaligen deutschen Schutztruppe und heute erinnert ein Museum an die geschichtlichen Ereignisse. Unser Hauptinteresse galt jedoch nicht der Geschichte sondern der vielfältigen Tierwelt im Etoscha. An unserem ersten Morgen im Park starteten wir dann gleich zur ersten Pirschfahrt. Zebras und Gnus in riesiger Anzahl und diverse Antilopen! Giraffen konnten wir ebenfalls sichten. Empfehlenswert ist es übrigens nicht nur wild von einem Wasserloch zum nächsten zu rasen, sondern auch einmal länger an einem Ort zu verweilen, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen und auf die Tiere zu warten.

Über Halali nach Okauquejo

Nach einer mittäglichen Pause ging es dann weiter von Namutoni zum nächsten Camp Halali. Zahlreiche weitere Begegnungen mit den Tieren des Parks säumten unseren Weg. Nach einer Übernachtung in Halali ging es am nächsten Morgen weiter in das dritte (staatliche) Camp Okauquejo. Jedes der drei Camps bietet ein beleuchtetes Wasserloch, so dass man Tiere auch nachts beobachten kann. Bei Einbruch der Dunkelheit muss man ansonsten entweder den Etoscha-Nationalpark verlassen haben oder eben eines der Restcamps erreicht haben. In Okauquejo waren unsere nächtlichen Erlebnisse am beeindruckensten: Nur von einer ca. 1,20 Meter hohen Mauer von den Tieren getrennt beobachteten wir Elefanten, Nashörner und sogar ein Rudel Löwen, die nacheinander im Dämmerlicht zum Wasserloch kamen.

Fazit: Etoscha - unbedingt einplanen

Der Etoscha Nationalpark sollte also unbedingt zu jeder Namibia-Reise gehören. Die Schotterpisten des Parks lassen sich auch mit nicht allradgetriebenen Mietwagen befahren. Geländewagen haben natürlich den Vorteil einer höheren Sitzposition. Die Unterkunft in den drei Camps fanden wir in Ordnung, wenngleich der Standard etwas nachgelassen haben soll. Übernachtungen (mit Vorausbuchung) sollte man in jedem der Camps einplanen, wenn möglich auch mehrere, denn Etoscha bietet unglaublich viel und eine Hatz durch den Nationalpark ist keine Freude. Wir haben uns jedenfalls vorgenommen, wiederzukommen nach Etoscha dem Platz des trockenen Wassers.

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© Rüdiger Markus - info(at)namibia-wildlife.de